Pilotprojekt schreit nach Wiederholung!In der Barsinghäuser Sportschule fand vom 27.01.-28.01.2012 eine gemeinsame Halbzeittagung der Landesligaschiedsrichter/-innen der beiden NFV Bezirke Hannover und Braunschweig statt. Es war ein Lehrgang, der vielfach als “Pilotprojekt” postuliert wurde, da es bislang die erste und einzige gemeinsame Aktion dieser Art war. Die Initiatoren dieses Lehrgangs waren die beiden BSO Thomas Rüdiger und Stefan Voth, denen die Idee schon länger im Kopf umher schwirrte und die in diesem Jahr erstmals Nägel mit Köpfen machten und zu diesem bezirksübergreifenden Lehrgang luden. Beide komplettierten zudem das neunköpfige Gremium, bestehend aus dem BSA Hannover (BSO Thomas Rüdiger, BSL Tino Wenkel, Fritz Heitmann, Detlef Feuerhake und Corinna Hedt) und dem BSA Braunschweig (BSO Stefan Voth, BSL Klaus-Peter Otto, Jens Goldmann und Walter Pankrath), dem die Lehrgangsleitung oblag. Als Gäste konnten zudem die Vorsitzenden beider Bezirke, August-Wilhelm “Auwi” Winsmann (H) und Egon Trepke (BS), begrüßt werden. Beide übermittelten ihre Glückwünsche zur bislang erfolgreich verlaufenden Saison und betonten, wie wichtig die Schiedsrichter für einen reibungslosen und fairen Ablauf der Spiele seien. Nach der Ankunft am Nachmittag des 27.01. wurden die ca. 50 Schiedsrichter/-innen der höchsten Bezirksspielklasse von den BSL Tino Wenkel und Klaus-Peter Otto begrüßt. Den Einstieg lieferte eine kurze Vorstellungsrunde, zu deren Zwecke die Sitzordnung der Teilnehmer kurzerhand ein wenig “modifiziert” wurde und bei der sich die Schiedsrichter beider Bezirke näher und besser kennenlernten. Anschließend referierte Otto gekonnt über das Thema “Gewaltprävention”, das auch eine interaktive Note besaß: Die Schiedsrichter als Betroffene sollten nämlich selbst Kozepte und Anstöße geben, um der zunehmenden Gewalt in und um den Stadien bzw. Sportplätzen Einhalt zu gebieten. Es entstand eine kontroverse Diskussion, die konstruktive Vorschläge, wie einen verpflichtend stattfindenden “grünen Tisch” oder die Absolvenz der Schiedsrichterlizenz durch Übel- bzw. Straftäter und das Leiten eines Mindestmaßes an Spielen, hervorbrachte. Bereits zusammengewachsen, musste die Gruppe im Anschluss daran wieder separiert werden, da nun bezirksintern die laufende Saison evaluiert und Beobachtungen besprochen werden sollten. Den Tagesabschluss boten informelle Gespräche, sowie das Verfolgen der Bundesliga-Partie Hannover 96 - 1.FC Nürnberg. Der nächste Morgen begann mit einem Referat Tino Wenkels über den “Umgang mit persönlichen Strafen”, das die Teilnehmer mit einem stets aktuellen und immer wieder Gesprächsbedarf bietenden Thema konfrontierte. Der anschließend geplante Besuch der neuen, erst seit knapp einem halben Jahr amtierenden Vorsitzenden des Sportgerichts Hannover, Denise Thaddey, fiel leider einer Erkrankung ihrerseits zum Opfer, sodass für die Lehrgangsleitung nun kurzfristig eine Lücke von 75 Min. zu schließen war. Kurzfristig sprang Jens Goldmann in die Bresche! Er nutzte das nun entstandene Zeitfenste, um mit den Teilnehmern über das brandaktuelle Thema “Umgang mit sozialen Netzwerken” zu sprechen und sie in der richtigen Begegnung mit den sgn. “Neuen Medien” zu schulen – eine Interaktion, die auch in den Schlussworten eingängig mit Lob quittiert wurde, wenngleich es auch leichten Unmut über den Ausfall der Sportrichterin gab. Rainer Aschemanns knapper Kommentar “Ich hätte sie gerne einmal kennengelernt” sei an dieser Stelle zitiert. Insgesamt lässt sich konstatieren, dass dieser Halbzeittagung ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt wurde und das, das ist das Wichtigste, - aus beiden Lagern! Nils Themann (Kreis Wolfsburg; Bezirk BS) bspw. beschrieb den Lehrgang als einen "großen Erfolg!". "So lernt man Leute kennen, erfährt, wie es in anderen Bezirken und Kreisen zu sich geht und bekommt obendren kuriose Geschichten aus dem 'Alltag' anderer Schiedsrichter zu hören." Mike Lenz’ (Kreis Schaumburg; Bezirk H) Beschreibung der vergangenen beiden Tage: "Dieser Lehrgang ist ein kleiner Schritt für das Schiedsrichterwesen, aber ein großer für die Beziehung zweier langjähriger Nachbarn." geht in die selbe, positive Richtung. Alles in allem wurden in dem zweitätigen Lehrgang viele Erfahrungen ausgetauscht, Neues dazugelernt und, was am wichtigsten ist, neue Bekanntschaften gemacht. Man könnte sogar sagen: neue Freundschaften gewonnen. Die Entscheidung, ob im nächsten Jahr ein ähnlicher Jahrgang stattfinden wird, steht noch aus. Es wäre eindeutig zu begrüßen, da dies auch den Tenor aller am Lehrgang Beteiligten widerspiegelt. Das Pilotprojekt hat voll und ganz überzeugt und es “schreit” förmlich nach Wiederholung. Marius Schlüwe und Ferhat Demir
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